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Tempo 40: Der Getriebe-Killer und warum die 10 km/h weniger das Klima mehr belasten




Nach Tempo 30-Zonen entdecken immer mehr Kommunen das „Tempo 40“ als vermeintlichen Kompromiss. Doch was auf dem Papier nach einer sanften Temporeduzierung klingt, ist aus Sicht der Automobiltechnik eine der ineffizientesten Entscheidungen der Verkehrsplanung überhaupt. Warum? Weil moderne Autos für 50 km/h gebaut wurden – und nicht für 40.


Die Technik: Gangabstufung ist kein Zufall


Automobilhersteller investieren Milliarden in die Abstimmung von Getrieben und Motormanagement. Da Tempo 50 seit Jahrzehnten der weltweite Standard für den innerstädtischen Verkehr ist, wurden Fahrzeuge exakt darauf hin optimiert.

  • Der „Roll-Gang“: Fast jeder moderne Pkw (ob manuell, Automatik oder DSG) ist so übersetzt, dass er bei 50 km/h gerade so im höchstmöglichen Gang (oft der 4., 5. oder bei 9-Gang-Automaten sogar der 6.) mit minimaler Last und niedriger Drehzahl (ca. 1.100–1.300 U/min) gleiten kann.

  • Die 40er-Falle: Senkt man das Limit auf 40 km/h, fällt die Motordrehzahl im hohen Gang unter die Leerlauf- oder Komfortschwelle. Das Fahrzeug beginnt zu ruckeln oder die Automatik schaltet sofort einen Gang zurück.


Die Paradoxie: Mehr Drehzahl bei weniger Geschwindigkeit


Das Ergebnis von Tempo 40 ist technisch absurd: Um 10 km/h langsamer zu fahren, muss der Motor in einem niedrigeren Gang mit einer höheren Drehzahl laufen.

Geschwindigkeit

Gang

Drehzahl (ca.)

Wirkungsgrad

50 km/h

4. Gang

1.250 U/min

Optimales Gleiten

40 km/h

3. Gang

1.800 U/min

Ineffizienter Teillastbereich

Das bedeutet konkret: Bei Tempo 40 macht der Motor pro zurückgelegtem Kilometer deutlich mehr Umdrehungen (Arbeitstakte) als bei Tempo 50. Mehr Arbeitstakte bedeuten mehr Reibung, mehr Kraftstoffeinspritzung und damit einen höheren CO₂-Ausstoß. Die Absicht, die Umwelt zu schonen, wird durch die Getriebelogik physikalisch ins Gegenteil verkehrt.


Abgasreinigung und Betriebstemperatur im Sinkflug


Moderne Euro-6-Motoren sind hochkomplexe Chemiefabriken. Damit Partikelfilter (DPF/OPF) und Katalysatoren funktionieren, benötigen sie Temperatur.

Bei Tempo 40 im erzwungenen Teillastbetrieb wird der Motor kaum gefordert. Die Abgastemperaturen sinken, was die Selbstreinigungsphasen der Filter behindert.

Für uns als Experten der BeDi-Reinigung ist das Ergebnis absehbar:

  1. Erhöhte Rußbildung: Durch die ineffiziente Verbrennung entstehen mehr Partikel.

  2. Verkokungs-Beschleuniger: Die Abgasrückführung (AGR) arbeitet in diesem Bereich auf Hochtouren. Die Folge sind massiv verkokte Ansaugwege und Ventile.

    Ein Auto, das permanent mit 40 km/h durch die Stadt „gequält“ wird, ist ein Stammgast für eine professionelle BeDi Reinigung.


Fazit: Geplante Ineffizienz


Tempo 40 ignoriert die Realität der Fahrzeugentwicklung. Wer Autos zwingt, außerhalb ihres thermodynamischen und getriebetechnischen Optimums zu fahren, darf sich über steigende Realverbräuche und wartungsanfällige Motoren nicht wundern.

Wenn der Gesetzgeber den Verbrauch in Städten wirklich senken wollte, müsste er den Verkehrsfluss bei 50 km/h optimieren, anstatt Motoren in Betriebsbereiche zu zwingen, für die sie nie konstruiert wurden.

Technik-Check: Haben Sie schon einmal darauf geachtet, in welchen Gang Ihr Auto bei 40 km/h schaltet? Probieren Sie es aus – Ihr Drehzahlmesser lügt nicht!

Sie haben Probleme mit unruhigem Motorlauf oder erhöhtem Verbrauch durch viel Stadtverkehr? Kommen Sie zur BeDi-Akademie – wir machen Ihren Motor wieder frei für echte Effizienz!

 
 
 

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