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Ölwechsel-Intervalle:
Warum „Longlife“ für moderne Motoren oft zu wenig ist

Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt – oder noch besser: Er wechselt das Öl öfter, als es der Bordcomputer vielleicht vorgibt. Besonders bei modernen VW-Motoren und anderen Direkteinspritzern beobachten wir eine Entwicklung, die der Langlebigkeit des Motors massiv widerspricht:

Das Festhalten an sogenannten Longlife-Intervallen.

Wir erklären Ihnen, warum der Wechsel zurück zum festen Intervall die beste Versicherung für Ihr Auto ist.

Das Problem der Direkteinspritzer: Ruß im Motoröl

Moderne Benzin-Direkteinspritzer (TSI/TFSI) sind hocheffizient, haben aber eine technologische Schattenseite:

Sie produzieren konstruktionsbedingt extrem hohe Mengen an Feinstaub und Rußpartikeln.

Über die sogenannten Blowby-Gase gelangen diese Partikel aus dem Brennraum direkt in das Kurbelgehäuse und vermischen sich dort mit dem Motoröl.

Bei einem Longlife-Intervall verbleibt dieses belastete Öl bis zu 30.000 Kilometer im Motor – viel zu lange für die empfindliche Technik.

Die gefährliche Kettenreaktion: Wenn das Öl „kippt“

Die Folgen einer Rußüberfrachtung des Öls sind schleichend, aber fatal für die Mechanik:

  • Verkokte Kolbenringe & Ölabstreifringe: Die feinen Kanäle setzen sich zu, was zu erhöhtem Ölverbrauch und Kompressionsverlust führt.

  • Probleme mit Kettenspannern: Rußpartikel wirken wie Schmirgelpapier an der Steuerkette und verstopfen die feinen Bohrungen der hydraulischen Spanner.

  • Fehlfunktionen der Nockenwellenversteller: Diese Bauteile reagieren extrem sensibel auf Ablagerungen im Ölkreislauf.

  • Massiver Verschleiß: Die Schmierfähigkeit nimmt ab, was teure Folgeschäden an Lagern und Wellen provoziert.

 

Unsere Empfehlung: Zurück zum festen Intervall

Um die maximale Lebensdauer Ihres Motors zu garantieren, raten wir dringend von der Nutzung des Longlife-Service ab. Stellen Sie stattdessen auf feste Ölwechselintervalle (alle 10.000 bis 15.000 km oder einmal jährlich) um.

Der Profi-Tipp: Die Ölschlammspülung mit Lambda

Ein einfacher Ölwechsel reicht oft nicht aus, um alte Ablagerungen vollständig zu entfernen.

Wir empfehlen daher bei jedem Service:

  1. Reinigung: Anwendung des Lambda Öl Primer vor dem Ablassen des Altöls. Er löst Verkokungen und Schlamm auf.

  2. Frisches Öl: Erst nach der Spülung kommt das neue Öl in einen wirklich sauberen Motor.

  3. Nachsorge: Für ein dauerhaft sauberes System ist unsere ergänzende BeDi-Reinigung die perfekte Lösung, um auch den Ansaugtrakt rußfrei zu halten.

 

Fazit

Ein sauberer Motor läuft nicht nur effizienter, sondern hält auch deutlich länger. Die Investition in einen vorzeitigen Ölwechsel mit einer hochwertigen Spülung wie dem Lambda Öl Primer ist nur ein Bruchteil dessen, was ein Austauschmotor kosten würde.

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